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Preisträger 2008
ªVon Luftlinien, Flammenbögen und Speedloops´ von Florian Hardwig aus
Braunschweig ist eine dreiteilige Arbeit, die sich aus einem Heft, einem
Poster und drei Leporellobänden zusammensetzt. Die Hülle der Teile bildet
eine zweiteilige Stülpbox. Es geht in dieser Publikation um die Handschrift
und darum, wieweit diese als individueller Persönlichkeitsausdruck durch
Normen, die bereits in der Schule gesetzt werden, überformt wird.
Internationale Lehr- und Lernmodelle werden vorgestellt. Die Leporellos, in
denen die mit höchster Subtilität in Form und Farbe gezeigten Beispiele den
augenscheinlichen Vergleich zwischen 12 internationalen, lateinischen
Schulschriften ermöglichen, bilden den Kern der Arbeit. Mit Kreidestift
gezeichnete Schulschriften auf im Siebdruckverfahren verschieden farbig
gedruckten Schiefertafeln zeigen in einem Band die Minuskeln, in einem
anderen die Majuskeln und ein weiterer Band definiert die Schriftmodelle
einiger Länder nach speziellen Charakteristika.
Die parallele Verwendung von Siebdruck, Laserdruck und Kreidestift ergibt
eine Verschränkung aus Techniken, die zwischen Kopie und Unikatcharakter
stehen und damit auch den Gedanken der Individualität und Normung von
Schriften in die gewählte Reproduktionsform übertragen.
Die unprätentiöse, genaue und ästhetisch sinnfällige Form in Verbindung mit
der selbstbewussten Autorenschaft des Gestalters überzeugte die Jury
einhellig.
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